Finanzielle Unabhän...
 
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Finanzielle Unabhängigkeit  

 
niklas
(@niklas)
Newb Member

Wer von euch kann sich bereits als finanziell unabhängig bezeichnen? Welche Wege seid ihr dafür eingeschlagen? Welcher Hilfsmittel habt ihr euch bedient? Ist es Teil eines größeren Konzepts? Würde mich über Details, Infos und Anregungen freuen.

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Posted : 20/05/2020 16:57
Sascha
(@sascha)
Become who you are! Admin

@niklas

Hallo Niklas,

meiner Meinung nach ist der wichtigste Punkt, erstmal zu definieren was finanzielle Unabhängigkeit überhaupt FÜR DICH bedeutet. Erst danach kannst du deine derzeitige Situation analysieren und abschätzen welche Wege dich smart dahin bringen. Was muss passieren, dass du sagst ich bin finanziell unabhängig? Monatlich über die Runden kommen, eine Million pro Monat verdienen, eine Million Vermögen haben???

Ich persönlich bin im ersten Schritt ein Freund davon, seine finanzielle Unabhängigkeit in der Anzahl von Monaten auszudrücken, welche man ohne Einkommen bei gleichbleibenden Ausgaben überleben könnte. Das ist für viele ein extrem befreiendes Gefühl. Brauchst du also 2000/Monat für deine Lebenshaltung (und du kannst und willst hier nicht weiter reduzieren) dann sind 12k für 6 Monate oder 24k für 12 Monate ein gutes erstes Ziel denke ich. Vielleicht hast du das aber auch schon überschritten.

Ansonsten immer einen beträchtlichen Anteil in sich selbst und seine Fähigkeiten investieren. Das bringt die größte Rendite, solange man auch ins Umsetzen kommt. Soll heißen: Seminare, Bücher, Coachings, etc. All das wird mittelfristig das Aufwand/Ertrag Verhältnis positiv beeinflussen können. Für mich ist immer dieses Verhältnis interessant. Jemand der 10k netto/Monat verdient, aber dafür 80h/Woche arbeitet und sich ggf. darin verliert, ist weniger smart, als jemand der nur 5k netto/Monat verdient, aber dafür nur 20h/Woche (oder weniger) arbeitet. Dann hat man noch viel mehr vom wichtigsten übrig: Zeit.

Meines erachtens kommt man auch nicht um ein Finanz-/Sparsystem herum, welches einfach anzuwenden ist und effektiv funktioniert. Aber all das macht natürlich nur Sinn, solange die Einnahmen größer als die Ausgaben sind. 

Richtig Spaß macht es aber natürlich, wenn man mal regelmäßig pro Monat mehr Geld zurücklegen/investieren kann als man für den eigenen Lebensunterhalt braucht. Dann geht alles sehr schnell. Wenn dieses Geld dann noch großteils aus Quellen stammt, die unabhängig von deinem Zeitinvest sind (oder bei denen dein Zeitinvest nur sehr klein ist), dann ist das schon sehr mächtig und geil. Uns bis dahin macht man eben Hausaufgaben, entwickelt sich und lernt. 

Mal ein paar Impressionen von mir zu dem Thema.

Beste Grüße

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Posted : 21/05/2020 18:03
niklas
(@niklas)
Newb Member

@sascha

Danke für deine Antwort und die Erklärung, wie deine Perspektive auf das Thema der finanziellen Unabhängigkeit ist.

Ich verstehe unter dem Begriff den Zeitpunkt, den ich erreiche, wenn meine Ausgaben niedriger sind als meine Einnahmen, wobei die Einnahmen nicht von einem Arbeitgeber abzuhängen haben. Der Zustand ist dann eingetreten, wenn innerhalb der eigenen Lebenszeit nicht mehr davon ausgegangen werden kann, für Geld arbeiten zu müssen. Sicherheitspuffer für etwaige Entwicklungen sollte man noch hinzurechnen. Erst dann kann tatsächlich von Freiheit gesprochen werden.

Oder, bisschen mathematischer ausgedrückt:

Erspartes/Ausgaben Zu erwartende Lebensdauer *1,05 (Puffer)

Ich beschränke das auch rein auf die materielle Seite, denn die eigene Bildung lässt sich nicht einfach in Zahlen fassen. Zudem, wer seine Berufung gefunden hat, arbeitet der dann noch? 🤔 

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Posted : 23/05/2020 18:04
Sascha
(@sascha)
Become who you are! Admin

@niklas

Ja, das ist eine Möglichkeit einer Definition. Sicherlich eine anspruchsvolle und für nur sehr wenige Menschen erreichbare. Es gibt da ja kein "Richtig" und "Falsch" in dem Sinne.

Ich persönlich würde mir für den Weg dahin noch schöne Etappenziele definieren. Das hilft oftmals mehr Fortschritte zu machen und umzusetzen, als ein fiktives, weit entferntes, scheinbar unerreichbares Ziel.

Ggf. auch die zu erwartende Lebensdauer verkürzen, dann bist du nach deiner Definition schneller finanziell frei 😜 

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Posted : 23/05/2020 22:55
HartTdO
(@harttdo)
Member Member

@niklas

 

Ich halte deine Definition für zu kurz gegriffen.

"Einnahmen höher als Ausgaben"-das ist mir zu schwammig.

Wie schnell gerade die "Influencer" (die ihr Geld über youtube, instagram und Co verdienen) ihr gesamtes "Einkommen" verlieren können, hat sich ja gerade in Zeiten von Corona gezeigt.

Dies lässt sich überall anwenden-Dem Handwerker fallen die Kunden weg; dem Bäcker brennt die Backstube ab, der Autor verkauft kein Buch, der Aktienmarkt bricht ein, die Mieter zahlen keine Miete...usw....

 

Ich habe meine finanzielle Freiheit für mich so definiert, das ich das Leben führen kann, das ich will-und zwar ohne auf ein Einkommen angewiesen zu sein.

Möglich gemacht hat dies vor allem das "Minimalisieren" meines Besitzes und meiner Ansprüche-wobei es hier vor allem um Quantität (weniger) geht, nie um Qualität (sogar mehr als zuvor).

 

Meine Ansprüche lassen sich mittlerweile alle sogar mit "Hartz4" umsetzen....das ist für mich Freiheit genug......

 

Die Vorstellung, "mal eben so" etwas ins Leben zu rufen, von dem man den Rest seines Lebens gut leben kann (man denke u.a. an Musik-Rechte....WHAM mit "Last Christmas" z.B.), ist natürlich auch eine Möglichkeit.....

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Posted : 03/06/2020 14:40
niklas
(@niklas)
Newb Member

@harttdo

Du hast recht. Sie ist schwammig. Nach etwas Nachdenken darüber bin ich an eine bessere Definition gekommen:

Innerhalb deiner Lebenszeit dürfen deine Ressourcen nicht ausgehen - während du deinen Alltag frei selbst bestimmen kannst.

Man kann so einen Lebensstil entweder über Minimalismus finden oder man gründet ein millionenschweres Unternehmen, weil einem das Spaß macht.

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Posted : 03/06/2020 15:01
HartTdO
(@harttdo)
Member Member

@niklas

Das verstehe ich.
Was ich nicht verstehe, ist: 
Welche Garantie hast du für deine Ressourcen?

Ich habe erlebt, wie Menschen ihre Ersparnisse verloren haben (durch Krisen, durch Inflation, etc.).

 

"Geld auf der Bank" ist also keine verlässliche Anlage.
Immobilien auch nicht.

Klar-ab einer bestimmten Summe (da denke ich in Millionen und abermillionen) kann man sein Vermögen so weit verteilen, das immer irgendwie genug übrig bleibt....

Aber das sind Sphären, in die ein normaler Arbeiter mit normaler Arbeit ja nie hinkommen wird....

 

Zudem:
Besitz kann nie frei machen-auch, wenn es dabei um Geld geht.
Besitz besitzt einen.
Auch Geld "besitzt" einen, weil man sich immer Gedanken darüber macht, wie man es schützt, wie man es anlegt, wie man es behält....

Der alte Spruch "Geld löst keine Probleme...aber es beruhigt" stimmt auch nur bis zu einer bestimmten Summe....danach kreiert es wieder neue Probleme.....

 

 

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Posted : 03/06/2020 18:00
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