Rezension: „Tribe: Das verlorene Wissen um Gemeinschaft und Menschlichkeit

„IN BITTRER SICHERHEIT ERWACH ICH FREUDLOS“

Welche positive Seiten hat der Krieg? Weshalb fehlt es unserer Gesellschaft an Gemeinschaftssinn?

Diesen und ähnlichen Fragen will Junger in seinem Buch TRIBE nachgehen. Vorweg: Das Buch ist eher eine Bestandsaufnahme. An Interpretation und Fortführung der Fakten ins Pragmatische fehlt es völlig.

Trotz allem zeigt der Autor auf, inwiefern Kriege und Stammesgesellschaften (wie die Indianer) Sinn stiften, Psychosen, Betäubungsmittelmissbrauch und Suizide reduzieren.

Der Betroffene sieht hier alles viel klarer, kennt seinen Platz, seine Bezugsgruppe, den Feind und das Ziel. Es gelten Regeln und Werte. In der freien, „sinnlosen“ Gesellschaft fehlt es daran. Der Mensch dreht frei, wird orientierungslos, richtet sich gegen sich selbst und andere. Der Preis der Freiheit. Schwierig für alle, die bereit sind, dafür zu sterben, aber nicht wissen, wie sie darin leben sollen (und das hat auch genetische Gründe).

Wer mehr darüber wissen will, findet mit dem Buch einen bekömmlichen Einstieg.

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