Rezension: „The Atlas of Beauty – Frauen der Welt

BuchRezension von Dr. Christian Zippel: „The Atlas of Beauty – Frauen der Welt“

 

JEDE FRAU IST EINE HERAUSFORDERUNG

… eine Herausforderung der Natur: Mit jeder Geburt schenkt Mutter uns ein ganz besonderes Wesen – ein natürliches, sinnliches, zerbrechliches, gefühlvolles, warmherziges, leidenschaftliches, sorgsames und verspieltes Bündel Energie.

DIE GROSSE HERAUSFORDERUNG FÜR JEDE FRAU SELBST
… ist es, sich die wundervolle Weiblichkeit zu erhalten, in einer schroffen und kalten Welt wie dieser – ohne zu verrohen, zu vermännlichen.
Das droht stets, wenn Männer keine richtigen Männer mehr sind. Wenn sie verweichlichen und verweiblichen, dann brechen die Grenzen zwischen Yin und Yang. Wenn die Männer ins Weibliche driften, drängen sie die Frauen ins Männliche. Das ist nur natürlich. Das Gesamtsystem muss stabil bleiben. Entscheidungen müssen getroffen, Konsequenzen getragen und Verantwortung übernommen werden.
Also brechen die Dämme und wo sich vorher Yin und Yang im energetischen Tanz von Anmut und Kraft vereinigten, wälzt sich nun ein träger Brei aus grauem Einerlei.

ICH BIN KEIN FREUND DER E-MANNZIPATION
… wenn sie zur Vermännlichung der Frau führt.
Ein Mann ist nicht dann ein Mann, wenn er einer Frau eine egoistische Macho-Entscheidung aufzwingt. Er ist dann ein Mann, wenn er Entscheidungen im Sinne seiner Frau trifft und diese auch gegen den Widerstand aller Welt durchficht. Dann kann die Frau vertrauen, fühlt sich verstanden und beschützt, und kann vollends in ihrer Bestimmung – der Weiblichkeit – aufgehen. Sie muss nicht künstlich verhärten oder verhärmen. Sie darf schön, sanft und weich sein – und genau das ist ihre natürliche Stärke.
Es ist diese weibliche Stärke, die – zur Reife gebracht – spielerisch selbst charakterstarke Zwei-Zentner-Männer aushebelt und um den Finger wickelt. Das ist schön. Das ist natürlich und das ist gut so.

ICH DURFTE DAS IN DEN LETZTEN JAHREN MEHRFACH ERLEBEN
Da ich selbst ein maskuliner Charakterkopf bin, glitt jede Frau an mir ab, die es auf aggressiven Streit, Machtspielchen, Erpressung oder ähnliche „Schwanzvergleiche“ ankommen ließ. Intuitiv war das Verhältnis für mich gestorben. Und wer versucht, mich unter Druck zu setzen, mich zu belügen oder gar zu erpressen, den lasse ich fallen wie eine heiße Kartoffel – mit allem, was sonst noch auf dem Teller ist.
Generell ist dies mein kompromissloses Verhalten gegenüber charakterfaulen Männern: Lieber verzichte ich auf die schönsten Projekte, Reisen und Gemeinsamkeiten – als mich verbiegen oder herabwürdigen zu lassen.
Dann gibt’s bei mir auch keinen Konflikt. Das ist es nicht wert. Ich kann und will nicht jeden Menschen im meinen Bezugskreis therapieren. (Im privaten Kreis fehlt zudem die notwendige Distanz.) Lieber suche ich mir geradlinige, aufrichtige, wertvolle und somit liebens-würdige Menschen. Davon gibt es genug auf diesem Planeten.

MIT DEM REST STREITE ICH MICH NICHT
Nie – egal, was sie tun und egal, was mir noch zustehen würde. Energetisch gesehen geht es nie darum, Recht zu haben oder Schulden einzutreiben. Rechthaberei und Geldschieberei sind etwas für kleine Geister – das kostet unnötig Energie und bindet an negative Prozesse. Es wird überflüssig, über jemanden rechtlich zu triumphieren oder von ihm Geld zu bekommen, wenn er für einen gestorben ist. Aus einer schmutzigen Quelle wird nichts Reines kommen – soll nichts in mein Leben fließen.
Also schüttel ich mich einfach kurz. Lerne daraus. Atme durch. Lächel. Und gehe weiter – der Sonne entgegen, lass den Schatten hinter mir, ohne mich umzudrehen oder mit ihm anzulegen.
Erlittene Verluste sind schlicht die Gebühr für die erhaltene Lektion. Je krasser, desto lehr-reicher. Darüber hinaus gilt: Pyrrhus-Siege sind wertlos, Rechthaben ist Masturbation und dass Geld neutral sei, ist Illusion. Innere Freiheit, Entwicklung, energetischer Reichtum sind wesentlich. Und nur glückliches Geld macht auch glücklich. Die Quelle zählt.

KLARE KANTE
So kann man sagen: Mein Verhalten gegenüber charakterlosen Männern gleicht einer „klaren Kante“ – eiskalt. Verhalten sich mir Frauen so gegenüber, werden sie ebenso behandelt: eins zu eins.
Umgekehrt durfte ich lernen, wie viel Macht eine Frau zu entfalten vermag, sobald sie auf solch pseudomännliche Schwanzvergleiche verzichtet und ihre weiblichen Stärken zu nutzen versteht: Sinnlichkeit, Offenheit, Vertrauen, Verletzlichkeit.

DIE SCHWÄCHEN EINES MANNES
Benjamin Franklin sagte: „Ein wahrer Mann würde weder vor dem Kaiser kriechen noch einen Wurm zertreten.“ 
In diesem Spannungsbogen bewegt sich Männlichkeit. Darin liegt auch die Verantwortung: das Schöne, Sinnliche, Verletzliche dieser Welt zu schützen – und zu verstärken.
Entsprechend könnte ein echter Mann eine echte Frau auch nie schädigen, sie schlecht be- oder gar misshandeln. Ohne sich verbiegen zu lassen, würde er ihre natürlichen Hoffnungen erkennen und verwirklichen. Seine maskulinen Waffen der Härte, Kälte und Gewalt sind machtlos gegenüber einem solch hoffnungsvollen und verletzlichen Geschöpf.

SO WILL ES DIE NATUR
Und so sieht das Ideal aus. Und dafür liebe und lebe ich: klare Verhältnisse und gemeinsames Tanzen. Yin und Yang … und eben kein Kampf der Geschlechter, kein Krampf zwischen Machogehabe und Zickenterror.
Genau dieses Verständnis ist wesentlich für unsere Entwicklung als menschliche Rasse – und zwar global. Nationale Grenzen dienen primär der Abgrenzung. Motiviert sind sie durch Angst und Impotenz.

GERMAN ANGST
Kategorisches Abwehrverhalten entwickeln Lebewesen immer dann, wenn sie Angst davor haben, überrannt zu werden – weil sie selbst sich nicht stark genug fühlen, um sich zu behaupten. Dann sperrt man jede scheinbare Bedrohung lieber aus, statt sich an ihr zu messen.
Solange man sich selbst stark, stabil und dominant sieht, ist man offen für äußere Einflüsse: spielerisch betrachtet können diese nur stärken und bereichern, sind ein Test oder ein Fest.
Deswegen öffnen sich selbstbewusste Menschen der Welt und verkümmerte Existenzen verschanzen sich hinter dem Gartenzaun.

WIR SIND ALLE NUR MENSCHEN
Ich selbst bewerte alle Menschen allein energetisch: positiv oder negativ. Sind sie lebensfroh, naturnah und bereichernd oder sind sie gierig, meckernd und energieraubend?
Grenzen, Konfessionen und Farben interessieren mich nicht. Und so kommt es, dass mir viele Menschen vom anderen Ende des Planeten näher stehen, als solche, die direkt neben mir leben – und sich dort verschanzen, bellend und keifend wie festgezurrte Hinterhofköter. Angst macht aggressiv.
Bücher sind in Zeiten der Einkehr meine primäre Unterhaltung. Das ein oder andere Exemplar öffnet mir im heimischen Hinterland ein seelisches Fenster: Aufklappen, einfühlen … und tief durchatmen. Ein solches Juwel möchte ich Euch kurz vorstellen:

THE ATLAS OF BEAUTY – FRAUEN DER WELT (6/6)
Dieser Bildband vereint zwei Themen, die ich über alles liebe: unseren Planeten und seine Frauen. Die rumänische Fotografin Mihaela Noroc reiste um die Welt und fotografierte Frauen in ihrer natürlichen und kulturellen Umgebung. Es ist eines der schönsten Bücher, das ich je in Händen hielt.

ZUM VERLIEBEN
Die in Farbe gebannte Weiblichkeit – die Hoffnung, Sinnlichkeit und Verletzbarkeit – in den Augen der porträtierten Frauen trieb mir die Tränen in die Augen; besonders in der seltenen Kombination mit Würde, Haltung und Stolz. Eine fragile Mischung und deswegen so überaus wertvoll. In diesem Buch finden wir sie gehäuft.
Jede der Frauen wird in einem Kurztext porträtiert – sofern sie Infos über sich preisgeben wollte. Bei manchen stehen auch nur Ort und Land. Besonders kristallisiert sich heraus, was natürliche Schönheit bedeutet: ein hoffnungsvolles Strahlen, wache Augen in einem ungeschminkten ungeschönten Körper, verhüllt in schlichter Kleidung. Mitunter finden sich so die schönsten Blumen auf den zivilisatorisch größten Misthaufen; in Kulturen, die durch pseudomännlichen Machtmissbrauch selbst- oder fremdverschuldet am Boden kriechen: Afghanistan, Nepal, Palästina, Kirgisien, Venezuela …
Und natürlich die diamantenen Schönheiten, die durch Jahrtausende währenden Druck besonders karger und harter Natur geschaffen wurden – mit schneeweißem Haar und tiefen gletscherblauen Augen, wie man sie z.B. auf Island findet … oder auch den leuchtend weißen Zähnen und sinnlich roten Lippen, die einen aus tief schwarzen, vom afrikanischen Kontinent gefärbten Gesichtern anfunkeln. Ja, Kontrast schafft Kraft.
Ein hoch auf die Schönheit dieser Welt – und dieses wunderschön weibliche Buch.

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