Die Herausforderung: Nur Natur pur kommt auf den Teller!

von | 10. Feb 2019 | Der Wille zur Kraft (Archiv) | 0 Kommentare

Wissen Menschen, was gut für andere Menschen ist? Meistens wissen wir selbst nicht einmal, was gut für uns ist. Wie wollen einzelne da wissen was gut für die meisten ist – insbesondere, wenn sie viel Geld damit verdienen wollen?

Die Nahrungsmittel-Industrie verspricht uns das perfekte Essen

Was ist dabei heraus gekommen? Erdbeeraroma aus Holzspänen, Pressschinken, massig Geschmacksverstärker und Zucker auf dem Teller und im Körper. Die ganze Palette von Karies über Krebs und Herzschmerz bis hin zu Diabetes – mal abgesehen von den Millionen fetten und gesundheitlich labilen Menschen, die träge und nervös zugleich sind.

Wer weiß wirklich, was gut für uns ist?

Mutter Natur! Es gibt keinen natürlichen Mangel, den die Natur nicht beheben könnte. Chemie und Gentechnik sind faszinierende Felder – aber wie steht es um die Langzeitwirkung ihrer Kreationen auf Körper und Geist? Das beginnt bei dem Plastik in das unsere Nahrungsmittel verpackt werden und endet bei Fertiggerichten, deren Zutatenliste sich liest wie ein Eintrag im Chemie-Lexikon.

Ist das alles wirklich notwendig? Ist es so schwer, naturbelassen zu essen? Selbst zu kochen? Auch mal ohne Zucker, E 2506 und Glutamat auszukommen? Nein ist es nicht – und zudem ist es sogar deutlich günstiger. Nicht nur für das Portemonnaie, sondern auch für Gesundheit, Schönheit und Leistungsfähigkeit. Aber irgendwie schafft man den Absprung dann meist doch nicht so ganz. Die Gewohnheit ist ein übles Tier – insbesondere wenn es auf ein schwaches Herrchen trifft.

Die Herausforderung!

Deswegen möchte ich alle herausfordern, die schon lange etwas in diese Richtung unternehmen wollen, sich für den Rest des Monats nur noch von naturbelassenen Lebensmitteln zu ernähren und zu sehen, was sich dadurch verändert!

Ich selbst ernähre mich seit Jahren schwerpunktmäßig naturbelassen. Das hat mir viel gebracht. „Schwerpunktmäßig“ bedeutet jedoch, dass ich immer mal wieder auch kompliziertere Produkte mit zusätzlicher Chemie bzw. Zuckerstoffen eingekauft habe – wie z.B. eine fertige Paella aus der Tüte oder Maultaschen.

Seit ein paar Tagen wandere ich nun durch den Supermarkt und kaufe nur noch das, was wirklich naturbelassen ist. „Naturbelassen“ bedeutet, dass die Zutatenliste im Bestfall nur eine Zutat aufweist. Nämlich bei Quark: Milch. Bei Ananas: Ananas. Bei Mandeln: Mandeln usw. Der Einkauf wird so zu einer sehr simplen Sache und nur folgende Lebensmittel landen dabei im Einkaufswagen:

  • Früchte
  • Gemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Pilze
  • Nüsse
  • Eier
  • Milchprodukte
  • Fisch
  • Meeresfrüchte
  • Fleisch
  • Pflanzenöle
  • Kräuter
  • Gewürze
  • Tees
  • Wasser

…und wer nicht gerade auf die Kohlenhydrate achtet, kann auch noch Reis, Kartoffeln und Haferflocken hinzunehmen. Über eine Erweiterung oder Kürzung der Liste können wir gerne diskutieren.

Kritik?

Einige werden sich nun fragen, wie sie auf dieser Grundlage schnell und einfach wohlschmeckende Gerichte zubereiten sollen?!

„Leider“ werden das einige denken, denn wer auch nur im Ansatz bezweifelt, dass man mit diesem Reichtum aus Mutter Naturs Vorratskammer nicht z.T. blitzschnell feinste Mahlzeiten bereiten kann, der hat den Horizont eines seelenlosen Stahlbolzens und sollte sich schleunigst mit simplen Taktiken der naturbelassenen Guerilla-Küche auseinandersetzen und munter drauf los experimentieren.

Andere sozialkritische Individuen, denen sich gerade die dreckigen Fußnägel in ihren verschwitzten Birkenstock-Sandalen hochrollen, mögen sicherlich einwenden, dass sowieso all diese angeblich naturbelassenen Sachen wie Obst, Milch, Fleisch, Eier und Co. tatsächlich die kapitalistischen Auswüchse einer widernatürlichen, pharmazeutischen und ethisch fragwürdigen Massenproduktion sind. Zum Teil haben sie damit recht. Aber wir wollen uns in diesem Schritt keineswegs zum Heiligen der Ernährung entwickeln, sondern erstmal versuchen, möglichst viele chemische und gentechnisch veränderte Zusatzstoffe zu streichen. Dass die übrigen Lebensmittel möglichst „BIO“ sein sollten, versteht sich von selbst, ist jedoch nicht der Nagel, an dem wir uns an dieser Stelle aufhängen wollen.

Also!

Ich weiß, dass es sich lohnt und kaum etwas kostet. Es gibt nur wenige Entscheidungen, die mein Leben derart gestärkt haben, wie die Beschränkung auf den Reichtum naturbelassener Lebensmittel. Angefangen von meinem Hautbild über die Leistungsfähigkeit bis hin zu einem klaren Kopf, tiefem Schlaf, dem niedrigen Körperfettgehalt und einem starken Immunsystem sind die Vorteile gegenüber früher offensichtlich.

Diesen Schritt kann ich uneingeschränkt empfehlen. Zumindest für ein paar Wochen sollte sich jeder einmal selbst ein Bild davon machen und nicht einfach nur darüber nachdenken. Wer nicht einmal das probiert, ist selbst Schuld. Wir sollten alle viel mehr experimentieren. Die Chance ist groß, dass wir dabei zu neuen Erkenntnissen gelangen, die unser Leben insgesamt verbessern können.

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